Quecksilber – Hg

Der am Tachometer angezeigte Wert stellt dar, wie viel Prozent im Schnitt vom vorgeschriebenen Grenzwert innerhalb der letzten 24 Stunden im Werk Wietersdorf emittiert wurde. Das Werk hat für Quecksilber (Hg) einen Grenzwert von 50 µg/Nm³ einzuhalten. Der Jahresmittelwert 2014 lag bei 32,0 µg/Nm³.
Was ist Quecksilber (Hg)?
Quecksilber ist ein silberweißes, flüssiges Schwermetall und bildet mit sehr vielen Metallen Legierungen, sogenannte Amalgame (werden u.a. auch als Zahnfüllungen verwendet). Die meisten Menschen kennen Quecksilber aus älteren Fieberthermometern oder auch in elektrischen Schaltern oder Relais, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts in Maschinen verbaut wurden. Auch Leuchtstoffröhren (bis 15 mg) und Energiesparlampen sind mit Quecksilber (bis 5 mg) gefüllt.
Wo entsteht Quecksilber (Hg) im Werk?
Quecksilber kommt in der Natur praktisch überall fein verteilt vor – so auch in den Roh- und Ersatzbrennstoffen, die im Werk Wietersdorf verwendet werden. Aus diesem Grund fällt Quecksilber, das sich im Filterstaub ansammelt, auch im Zementherstellungsprozess an. Durch thermische Behandlung wird das Quecksilber vom Filterstaub getrennt und kann so herausgefiltert werden. Die für 2016 angekündigten Grenzwertanpassungen für Quecksilber hat Wietersdorf bereits in diesem Jahr vorgegriffen und in eine Anlage zur Emissionsreduktion investiert. Mit der neuen, patentierten Quecksilberreduktionsanlage in Wietersdorf werden die Emissionen um bis zu 80% reduziert.

Derzeit werden in Wietersdorf die jährlichen, routinemäßigen Revisionsarbeiten durchgeführt, daher ist der Drehrohrofen außer Betrieb. Die Arbeiten werden voraussichtlich am 30. Jänner 2018 abgeschlossen sein. Die Messdaten werden wieder ab der Inbetriebnahme veröffentlicht.

Derzeit ist der Drehrohrofen für die Durchführung von Wartungsarbeiten für kurze Zeit außer Betrieb. Die Messdaten werden wieder ab der Inbetriebnahme veröffentlicht.