Chlorwasserstoff

Der am Tachometer angezeigte Wert stellt dar wie viel Prozent im Schnitt vom vorgeschriebenen Grenzwert innerhalb der letzten 24 Stunden im Werk Wietersdorf emittiert wurde. Das Werk hat für Chlorwasserstoff (HCl) einen Grenzwert von 3 mg/Nm³ einzuhalten. Der Jahresmittelwert 2014 lag bei 0,4 mg/Nm³.
Was ist Chlorwasserstoff (HCl)?
Chlorwasserstoff (HCl) ist ein farbloses, stehend riechendes Gas, das sich sehr leicht in Wasser löst. Wässrige Lösungen von Chlorwasserstoff werden Salzsäure genannt.
Wo entsteht Chlorwasserstoff (HCl) im Werk?
Die im Klinkerbrennprozess eingesetzten Rohmaterialien und Brennstoffe enthalten als Nebenbestandteile Chloride. Chloride sind Verbindungen des chemischen Elementes Chlor. Sie werden beim Verfeuern der Brennstoffe oder Erhitzen des Brennguts freigesetzt und kondensieren als Alkalichloride bei Temperaturen zwischen 700°C und 900°C am Brenngut bzw. am Ofenabgasstaub. Über einen Gasabzug am Ofeneinlauf werden Alkalichloride wirkungsvoll reduziert und im Anschluss gesondert verarbeitet bzw. entsorgt.

Derzeit werden in Wietersdorf die jährlichen, routinemäßigen Revisionsarbeiten durchgeführt, daher ist der Drehrohrofen außer Betrieb. Die Arbeiten werden voraussichtlich am 30. Jänner 2018 abgeschlossen sein. Die Messdaten werden wieder ab der Inbetriebnahme veröffentlicht.

Derzeit ist der Drehrohrofen für die Durchführung von Wartungsarbeiten für kurze Zeit außer Betrieb. Die Messdaten werden wieder ab der Inbetriebnahme veröffentlicht.