w&p Zement: Nachverbrennungsanlage feierlich eingeweiht

w&p Zement: Nachverbrennungsanlage feierlich eingeweiht

Modernes Abgasreinigungssystem reduziert Schadstoffe um bis zu 90 Prozent

Wietersdorf/Klagenfurt, 06. Oktober 2017 – Im Rahmen des Tags der offenen Tür im Zementwerk Wietersdorf wurde die neue Nachverbrennungsanlage, kurz RTO, feierlich eingeweiht. Nach einem halben Jahr Bauzeit konnte sie im September 2017 fertiggestellt und in den Produktionsprozess eingegliedert werden. Die Nachverbrennungsanlage dient der Zerstörung von organischen Luftschadstoffen im Abgasstrom und ermöglicht deren Reduktion um bis zu 90 Prozent. Sie stellt die neueste der in den letzten Jahren realisierten Umweltmaßnahmen von w&p Zement dar und soll dazu beitragen, das Zementwerk in Wietersdorf zum saubersten seiner Branche weiterzuentwickeln. Für die Errichtung der RTO sowie der darin integrierten Staubfilteranlage wurden insgesamt 13 Millionen Euro investiert.

Umweltmaßnahmen für saubere und nachhaltige Zementproduktion
Im Zuge der Besichtigung der neuen Nachverbrennungsanlage betonte Lutz Weber, Geschäftsführer von w&p Zement, dass die in den letzten Jahren getätigten Umweltinvestitionen ein wichtiger Beitrag sind, um das Werk in Wietersdorf zu einem Leitbetrieb seiner Branche zu entwickeln.

„Die Nachverbrennungsanlage ist eine wichtige Umweltinvestition, die nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens gewährleistet, sondern auch den Standort Wietersdorf langfristig absichert“, erklärte Weber. „Weitere Umweltmaßnahmen sind bereits in Vorbereitung; so befinden wir uns in der Planungsphase der High Efficiency SNCR-Anlage, die im kommenden Jahr errichtet und in Betrieb genommen werden soll. Damit geht w&p Zement konsequent den Weg weiter, das Unternehmen zu einem Musterbetrieb der umweltfreundlichen und nachhaltigen Zementproduktion zu entwickeln“, betonte Weber.

Regenerative Thermische Oxidation als Prinzip der neuen Anlage
Die Abkürzung der Nachverbrennungsanlage, RTO, steht für das dahinterstehende Prinzip der Regenerativen Thermischen Oxidation. Regenerativ bedeutet dabei, dass durch große keramische Wärmespeicher in den Türmen der Anlage das Abgas mittels hohem energetischen Wirkungsgrad aufgeheizt und gekühlt wird. So kann der Energiebedarf der Anlage auf ein Minimum reduziert werden.

Thermische Oxidation beschreibt in weiterer Folge den Vorgang der Zerstörung der Luftschadstoffe. Konkret handelt es sich dabei um die Verbrennung in der Brennkammer, welche auf die fünf Türme der Anlage aufgesetzt ist. Die Abgase verweilen für mindestens zwei Sekunden in der 850 Grad Celsius heißen Kammer und werden dadurch zum größten Teil zerstört.

„In Kombination mit der Quecksilberreduktions- und Staubfilteranlage setzt die Nachverbrennungsanlage neue Standards im Hinblick auf Abgasreinigungssysteme in der Zementindustrie“, merkte Florian Salzer, Betriebsleiter des Zementwerks in Wietersdorf, bei der Besichtigung der Nachverbrennungsanlage an. „Nachverbrennungsanlagen finden in anderen Industriebranchen bereits seit vielen Jahren Anwendung und haben sich bewährt. Die Anlage in Wietersdorf ist die dritte in ganz Österreich“, so Salzer.

Eckdaten zur Nachverbrennungsanlage
Die ersten Teile der Nachverbrennungsanlage wurden zu Jahresbeginn 2017 geliefert, mit ihrer Errichtung wurde schließlich im März 2017 begonnen. Insgesamt wurden knapp 1.400 Tonnen Material von etwa 250 Mitarbeitern im Rahmen von 25.000 Arbeitsstunden verarbeitet. Die Nachverbrennungsanlage besteht aus 52.000 keramischen Regeneratorsteinen mit insgesamt 300.000 Quadratmeter Oberfläche, ist 22 Meter hoch und misst eine Grundfläche von 660 Quadratmetern. Es wurden 13 Millionen Euro in den Bau der Nachverbrennungs- sowie der integrierten Staubfilteranlage investiert.

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Die Nachverbrennungsanlage reduziert bis zu 90 Prozent der Schadstoffe des Zementwerkes, Copyright: w&p Zement

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Über die w&p Zement GmbH
Die w&p Zement GmbH ist ein Tochterunternehmen der WIG Wietersdorfer Holding GmbH, einem Mischkonzern der Baustoff- und Rohrbranche, mit Hauptsitz in Klagenfurt (Österreich). w&p Zement entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Zemente und Bindemittel im In- und Ausland. Die Produkte von w&p Zement werden im Brücken-, Tunnel- und Wohnungsbau sowie für Keller, Fundamentierungen und Sicherheitsbauten eingesetzt. Die Standorte der w&p Zement GmbH finden sich in Klein St. Paul (Werk Wietersdorf) sowie in Peggau (Werk Peggau).

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Mag. Michaela Hebein
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