Zementproduktion durch nachhaltige Energiegewinnung

Zementproduktion durch nachhaltige Energiegewinnung

Die Verwendung von Ersatzbrennstoffen (EBS) als Energieträger gilt mittlerweile geradezu als Grundvoraussetzung für Betrieb und Existenz eines Zementwerks in Europa. „Ohne den Einsatz von Ersatzbrennstoffen kann kein Zementwerk existieren“, betont Berndt Schaflechner, Werksleiter in Wietersdorf, die Bedeutung dieses Energieträgers.

Die in Wietersdorf eingesetzten EBS kommen zum überwiegenden Teil aus Österreich. Jährlich werden rund 100.000 Tonnen EBS eingesetzt, davon sind 80% Kunststoffe und 20% Klärschlamm, letzterer kommt zu 100% aus Österreich
Etwa 30.000 Tonnen Kunststoff werden aus dem Raum Oberitalien angeliefert, der Rest, vorrangig aus Kärnten und der Steiermark. Die Transportwege aus Oberitalien sind kürzer als aus Wien oder Innsbruck, dies schont wiederum die Umwelt. Mittlerweile können im Wietersdorfer Zementwerk 75 Prozent des Brennstoffbedarfs durch Ersatzbrennstoffe abgedeckt werden.

Ein weiterer entscheidender Grund für w&p Zement, auf Ersatzbrennstoffe zu setzen, ist der Umweltschutz: Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen ist umweltfreundlicher, nachhaltiger und ressourcenschonender als die Verwendung primärer Brennstoffe wie etwa Steinkohle. Rein technisch wäre es selbstverständlich möglich, ein Zementwerk auch allein mit Kohle zu betreiben, aber das hätte zur Folge, dass sich nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch der Ausstoß anderer Schadstoffe, wie Schwefel und Stickoxide, drastisch erhöhen würde. w&p Zement strebt danach, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte noch deutlicher zu unterschreiten (siehe Messdaten auf dieser Homepage) und vor allem CO2-Emissionen weiter zu verringern. Durch die Verwendung von Ersatzbrennstoffen ist dies möglich: Fossiles CO2 wird im Vergleich zu reinem Kohleeinsatz um 60.000 Tonnen reduziert.
Die thermische Verwertung von Abfällen ist eine nachhaltige Maßnahme und ein wichtiges Signal an kommende Generationen. Denn die Alternative wäre die Deponierung, für die riesige Flächen aufwendig verbaut werden müssten – Flächen, die uns als Lebensraum nicht mehr zur Verfügung stünden, was eine enorme Belastung für Mensch und Natur darstellen würde.