w&p Zement: Ohne Ersatzbrennstoffe kein Werk Wietersdorf

w&p Zement: Ohne Ersatzbrennstoffe kein Werk Wietersdorf

w&p will gemeinsam mit Bevölkerung an Arbeitsplatz- und Standortsicherung arbeiten

Wietersdorf/Klein St. Paul, 10. September 2015 … „Das Werk Wietersdorf ist ohne den Einsatz von Ersatzbrennstoffen nicht überlebensfähig“, sagt Wolfgang Mayr-Knoch, Geschäftsführer der w&p Zement GmbH. Die Energiegewinnung im Werk Wietersdorf erfolgt zu 78 Prozent aus Ersatzbrennstoffen, die hauptsächlich aus Österreich, aber zu einem Teil auch aus dem Raum Oberitalien kommen. „Ein Zementwerk kann nur mit dem Einsatz von Ersatzbrennstoffen wirtschaftlich betrieben werden. Ein Verzicht hätte die Schließung des Werkes und den Verlust von 220 Arbeitsplätzen zur Folge“, gibt Mayr-Knoch zu bedenken.

Bei dem, was landläufig als Müll bezeichnet wird, handelt es sich um qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe, in Form von Altkunststoffen und Klärschlämmen. Diese werden beim Eintreffen im Werk Wietersdorf beprobt und analysiert. Eingesetzt werden die Ersatzbrennstoffe entsprechend ihrem Heizwert, entweder am Hauptbrenner oder am Kalzinator. Ersatzbrennstoffe schonen nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern führen auch zu einer Reduktion von CO2-Emissionen. Das Werk Wietersdorf misst laufend die Emissionswerte und veröffentlicht diese für die Bevölkerung auf www.umwelt.wup.at. Es werden ausschließlich Ersatzbrennstoffe, die im Katalog für Sekundärbrennstoffe als nicht gefährlich klassifiziert werden, eingesetzt. D.h. am Standort werden keine gefährlichen Abfälle verbrannt.

Ein Verzicht auf Ersatzbrennstoffe hätte nicht nur direkte Auswirkungen auf die Arbeitsplätze am Standort Wietersdorf, sondern auch auf die gesamte Kärntner Wirtschaft. Denn von jedem Arbeitsplatz in der w&p Zement GmbH hängen mehr als zwei weitere Arbeitsplätze in Kärnten ab. Die Economica Kärnten aus Villach hat in einer Studie einen Beschäftigungsmultiplikator kärntenweit von 3,09 berechnet. „Mit dieser Zahlen möchten wir darauf hinweisen, welche weitreichenden Konsequenzen ein Verzicht auf Ersatzbrennstoffe in Wietersdorf nach sich ziehen würde“, so Mayr-Knoch. Der Geschäftsführer der w&p gibt weiters zu bedenken, dass die Forderung, Erdgas als Energieträger für die Klinkerproduktion zu verwenden, wirtschaftlich gesehen absolut unmöglich ist.

Ziel des Unternehmens ist, die nachhaltige und umweltgerechte Sicherung des Standortes und damit der Arbeitsplätze. Erreicht werden kann dies nur mit Einbindung der Bevölkerung, Kontrolle und Beweissicherung mittels eines Biomonitorings, sowie im Rahmen eines offenen und transparenten Dialogs. „Wir haben nichts zu verstecken. Jeder der sich über den Einsatz von Ersatzbrennstoffen erkundigen möchte, kann dies gerne tun. Unser Werk steht für jeden offen“, so Mayr-Knoch. Die ersten Schritte dahingehend hat w&p Zement im Rahmen des Gläsernes Werkes u.a. mit der Veröffentlichung der Emissionsdaten bereits gesetzt. Zudem wird laufend in umweltschonende Maßnahmen investiert. Erst vor kurzem wurde die weltweit erste Quecksilberreduktionsanlage ihrer Art in Betrieb genommen.

Der Einsatz von Ersatzbrennstoffen ist durch die österreichische Abfallverbrennungsverordnung geregelt, die sehr genau vorschreibt, welche Emissionsgrenzwerte einzuhalten sind. Zehn Betriebe in Kärnten und 50 weitere Betriebe in ganz Österreich setzen Ersatzbrennstoffe zur Energiegewinnung ein und leisten damit – ohne Deponierung – einen nachhaltigen Beitrag zur Abfallentsorgung.

Rückfragehinweis:
w&p Zement GmbH
Ferdinand-Jergitsch-Str.15
9020 Klagenfurt
Mobil: 0664 422 51 07
E-Mail: mh@danielkapp.at